Der Freiberg Blog

AM PULS DER FREIHEIT
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am 13.09.2016

Viehscheid in Oberstdorf

Viehscheid Oberstdorf

Traumwetter, gekränzte Kühe, Glocken, kleine Schellen. Und wir mit unseren Gästen mittendrin. Tradition ist unser Besuch beim Oberstdorfer Viehscheid inzwischen geworden. Heuer haben wir’s gemütlich angehen lassen und sind mit Ottmar in der Kutsche zum Scheidplatz ins Ried gefahren. Bei strahlendem Sonnenschein schon ein Vergnügen an sich.

Dort im Ried wird das Vieh „geschieden“, das heißt die Herde wird getrennt und jedes Tier kommt zu seinem ursprünglichen Besitzer zurück.
Jedes Jahr aufs Neue ist dies ein einzigartiges Erlebnis und versetzt unsere Gäste in blankes Staunen. Die vielen geschmückten Tiere und natürlich die „feschen“ Hirten. Ganz zu schweigen von den vielen Dirndln. Es gibt viel zu sehen.
Eine Maß im Festzelt gehört natürlich auch zum Programm. Und die obligatorische "Scheidwurst". Dazu der eine oder andere Marsch der Oberstdorfer Musikkapelle und alle Gäste sind sich einig: „Im nächsten Jahr wieder!“

am 19.08.2016

Rezept vom Sternekoch - Gladbach Smoothie

Gladbach Smoothie im Freiberg Hotel.svg

Während sich Olympia langsam dem Ende nähert, freuen sich die Fußballfans auf die Bundesliga. Auch in Oberstdorf. Und ganz besonders unser „klein Luggi“. Wirt vom Jagdhaus, Chef vom Freiberg. Dine Around Kulinarik Experte. Südlichstes eingetragenes Gladbachmitglied! 4. Platz in der Bundesliga. Achtelfinale Champions League. Ja – das wär’s. Vielleicht sollten wir den Gladbachern mal unser extra für den Chef kreiertes grünes Smoothie-Rezept zukommen lassen ;-)

Salatgurken waschen, schälen, längs halbieren und mit einem Löffel die Kerne herausschaben. Gurkenhälften in kleine Stücke schneiden. Avocado waschen, schälen, in kleine Stücke schneiden.

Gurke, Avocado, 8 Minzblätter, Apfelsaft, Zitronensaft und Eiswürfel in einen Mixbecher geben und 3 Minuten auf höchster Stufe pürieren. Sauerrahm unterrühren, anschließend mit Salz, Chili und Zucker abschmecken.

Zum Schluss das Zitronensorbet schnell und gleichmäßig unterrühren. In Gläser füllen, mit der restlichen Minze garnieren und mit einem oder zwei dicken Strohhalmen sofort servieren.

Zutaten (für 8 Personen)

  • 1 1/2 Salatgurken
  • 1/2 Avocado
  • 12 Minzblätter
  • 200 ml Apfelsaft
  • Saft von einer Zitrone
  • 100 g Sauerrahm
  • 4 Eiswürfel
  • Salz, Chili, Zucker zum abschmecken
  • 4 Kugeln Zitronensorbet
am 09.07.2016

Meine Großtante Anna Jäger

Anna Jaeger

Heute möchte ich euch meine Großtante Anna Jäger vorstellen. Auch wenn Sie schon lange nicht mehr lebt. Ich habe sie als tolle Persönlichkeit in Erinnerung. Als Kind war ich bei jeder Gelegenheit in ihrem Atelier. Na ja, Atelier. . . .

Es war ein großer heller Raum in dem es immer nach Farben roch, nach Terpentin und Firnis. Dort malte sie, dort stand ihr Bett, eine Kochnische und einfach alles, was ihr eigentlich eher asketisches Leben ausmachte. Meistens hörte sie Musik von Louis „Satchmo“ Armstrong, was mich als junges Mädchen an meiner alten Tante natürlich besonders beeindruckte. Bei ihr lernte ich, Schwarztee mit Butter aus feinstem China-Porzellan zu trinken. Und außerdem hatte sie immer lässige selbstgeschneiderte Klamotten an.

Geboren wurde Anna Jäger am 17. April 1899 als zweites von vier Kindern aus dem alten Oberstdorfer Geschlecht der "Geagl". Ihre künstlerische Ader hatte Anna wohl von Großmutterseite geerbt: Familie Zobel, die durch mehrere Generationen immer wieder Kunstschmiede und Schlosser hervorbrachte. Auch Dominikus und Augustin Zobel, welche das Chorgitter im Wiener Stefansdom schmiedeten. Auch Bildhauer und Maler Wilhelm Berktold entstammte dieser künstlerisch veranlagten Sippe. Mit Anna Jäger verbanden ihn die gemeinsamen Urgroßeltern.

Nach der Volksschule erlernte Anna das Schneiderhandwerk. Ihre Prüfung legte sie 1925 in allen Fächern mit der Bestnote "Hervorragend" ab. Von 1925 bis 1930 besuchte sie in München in der staatlichen Kunstgewerbeschule die Klasse für angewandte religiöse Kunst unter Professor Franz Klemmer: Freskomalerei, Batik, Mosaik, Glasmalerei und Paramentik gehörten zu ihren Fächern. Anschließend belegte sie mehrere Semester an der Akademie der bildenden Künste in München und beteiligte sich dort erfolgreich an Kunstausstellungen.

Auch den Lehrern fiel die junge Frau aus Oberstdorf auf. Dies geht aus Briefwechseln mit Professor Franz Klemmer hervor, mit Kirchenmaler und Restaurator Hias Cronwitter, mit Professor Max Spielmann (Innsbruck), mit Kunstmaler und -lehrer Hans Prinster (Meran) und mit Adolf Lehmann (München).

1935, im Alter von 36 Jahren, kehrte Anna Jäger aus Heimatliebe nach Oberstdorf zurück. Für sie, hauptberuflich Malerin, sicher keine gute Entscheidung. Ihr moderner, großzügiger Malstil stieß damals auf wenig Verständnis. Um Ihren Bekanntheitsgrad auszubauen, fehlte das Umfeld für größere Arbeiten und Aufträge.
Die Maltechniken von Anna Jäger waren vielschichtig: Kohlezeichnungen, Aquarelle, Ölfarben, am liebsten aber Tempera, mit dem Mörser selbst hergestellte Naturfarben aus Mineralien, welche nach einem Überzug mit Firnis große Leuchtkraft und Intensität erhielten.

Oft ging die zierliche Frau, ausgerüstet mit Malzeug und Leinwand, auf einsamen, gefährlichen Pfaden in die Bergwelt, um ihre Höfats oder Trettach von allen Seiten im Bild festzuhalten. Oder um auf dem sogenannten Heubaum am Linkerskopf einen uralten Ahornbaum zu malen.

Es entstanden Portraits, Blumen- und Landschaftsbilder, doch immer wieder befasste sie sich mit religiösen Themen, was auf ihre tiefe Gottverbundenheit zurückzuführen war. Auch fertigte Sie Mosaiken mit Steinen, die sie ausschließlich aus unseren drei heimischen Flüssen Trettach, Stillach und Breitach sammelte. Geradezu Ablehnung rief sie 1953 hervor, als sie für das Grabmal ihres Schwagers, meines Opas Karl Schedler, einen modernen, bartlosen Christus am Kreuz schuf. Heute noch zu sehen auf dem Oberstdorfer Waldfriedhof.

Herrliche Stick- und Handarbeiten entstanden ebenfalls in Ihrer Werkstatt, wo sie mit bewundernswerter Ausdauer und Selbstdisziplin arbeitete. Neben Messgewändern, die sie entwarf und ausarbeitete, bestickte sie zahlreiche Mieder und Hosenträger für die historische Tracht. Ein Muttergottesgewand für St. Loretto befindet sich heute im Oberstdorfer Heimatmuseum.

Wie aus einer unerschöpflichen Quelle sprudelten Ihre Ideen, die sie verstand, in Form zu bringen und sichtbar zu gestalten. Bei jeder Gelegenheit bettelte ich ihr schon als Kind Zeichnungen, oft nur Skizzen auf zerschlissenem Papier, ab. Heute, über 30 Jahre später, sind sie in angemessenen Bilderrahmen in unserem Haupthaus zu sehen.

Ein immenses Allgemeinwissen, verbunden mit großer Toleranz und Offenheit für andere Weltanschauungen und Ansichten, paarte sich bei Anna Jäger mit großer Menschen-, Tier- und Naturliebe. Sie besaß die wunderbare Gabe des Zuhörens ebenso wie die Freude an der Diskussion. Wie soll man einen Menschen von diesem Format und mit so vielen Talenten angemessen beschreiben?
Im Juli 1981 vollendete die bescheidene, hochbegabte Künstlerin ihr nahezu asketisches Leben. Auf mich hat sie einen bleibenden Eindruck hinterlassen.

am 23.06.2016

Gaumenfestspiele 2016

Gaumenfestspiele-Pink Panther

Bereits zum 8. Mal haben gestern in Oberstdorf die Gaumenfestspiele stattgefunden. Zu den absoluten Spitzen-Anlässen des Jahres gehört das sogenannte „Walking Dinner“ der Köche. Und es war, wie die letzten Jahre, auch heuer ein voller Erfolg!

Die besten Genusshandwerker aus dem oberen Allgäu und dem Kleinwalsertal stellten ihr außergewöhnliches Können im Oberstdorf Haus unter Beweis.

Unsere Kreation in diesem Jahr: Pink Panthers Eye. Natürlich war auch unser Stand passend dekoriert, was uns viele Schmunzler einbrachte. 700 kleine "pinke Bömbchen" hatten wir dabei. Mit einm Kern aus Rauchlachs, Dill und Sauerrahm. Eingehüllt in weiße Schokolade mit Rote Bete. Ja - Ihr lest richtig: Rauchlachs und weiße Schokolade. Eine gewagte Kombination, aber Im richtigen Mischungsverhältnis einfach nur gewaltig lecker. Unsere 700 Portionen waren auf jeden Fall ruck zuck verputzt. Und es gab jede Menge Lob, wofür wir uns ganz herzlich bedanken.

Wir freuen uns schon auf 2017!

am 18.06.2016

Deutschland ist im EM-Fieber

Herr Fetz

Von Oberstdorf bis List, von Selfkant bis Görlitz – es lebe der Fußball. Habt Ihr Euch bei dieser Gelegenheit eigentlich schon mal gefragt, warum die Küche im Maximilians grün, schwarz und weiß ist?

Dafür spulen wir gut 40 Jahre zurück. Alles fängt an, als Luggi noch ein kleiner und bissiger rechter Verteidiger des FC Bornich ist. Allgäu ein Fremdwort, Fußball hoch im Kurs, der Bruder – wie eigentlich alle anderen im 400-Seelen-Ort Dörscheid – Bayern-Fans. Bayern! Da liegt auch das Allgäu – aber das weiß der kleine Luggi noch nicht.

Dann der Schicksalstag am 21. Oktober 1972. Der FC Bayern empfängt Borussia Mönchengladbach. Mit dabei: der 8-jährige Luggi samt ungefähr 40??? Bayern-Fans, die im Bus die lange Reise ins Olympiastadion angetreten haben. Sepp Maier, Franz Beckenbauer, Paul Breitner, Uli Hoeneß und der Bomber der Nation Gerd Müller gegen Wolfgang Kleff, Günter Netzer, Berti Vogts, Rainer Bonhof und Jupp Heynckes. 75.000 Zuschauer sehen, wie Gladbach 3 – 0 unter die Räder gerät. Alle feiern die Bayern. Nur einer nicht. Der kleine Luggi. Er verliert sein Herz an die Fohlen.

Und reiht sich damit ein in eine Liste illustrer Persönlichkeiten. Theo Zwanziger, Peer Steinbrück, Hannelore Kraft, Wolfgang Thierse, Ludger Fetz. Wer fällt aus der Reihe? Richtig, der Herr Fetz, der „schon immer etwas anders sein wollte“. So wie sein Vorbild Günter Netzer auch immer
anders war als die meisten Fußballer. Gegen den Strom, zwar nicht immer durch die Wand aber immer mit dem eigenen Kopf.

Heute, über 40 Jahre später und im Allgäu rund sechs Stunden entfernt von de Kull, sitzt Luggi bei jedem Gladbach-Spiel vor dem Fernseher und fiebert mit. Seine Heimat ist heute Bayern, das Allgäu und Oberstdorf: Ein Teil seines Herzens ist aber noch immer fest mit dem Bökelberg und mit dem Spiel 1972 verbunden, als seine Liebe zu Schwarz, Weiß und Grün begonnen hat. Als kleiner Bub, inmitten von hunderten feiernden Bayern-Fans.

am 05.06.2016

Fotogipfel vom 9. bis 14. Juni 2016

Christian Popkes

Das diesjährige Thema MENSCH ist aktueller denn je, denn im Fokus liegen die Würde des Menschen und das menschliche Miteinander. Wir freuen uns, dass Christian Popkes, Kurator und Initiator des Fotogipfels, wieder bei uns im Freiberg zu Gast ist.

Er ist inzwischen nicht nur Stammgast sondern Freund geworden! Und da philosophiert man an der Bar schon mal darüber, was am Beruf des Fotografen so faszinierend ist. Für Christan ist es der wundervollste Beruf der Welt. Menschen treffen, denen man sonst wohl nicht begegnen würde. Sich mit Menschen über seine Bilder auszutauschen, deren Meinung, Gedanken und Assoziationen zu erfahren. Und natürlich die Möglichkeit, ganz besondere Orte zu bereisen.

So ist auch Oberstdorf ein besonderer Ort für Christian Popkes geworden. Wo kann man schon Europas höchstgelegene Outdoor-Vernissage initiieren, so geschehen anlässlich des Fotogipfels 2014 auf dem Nebelhorngipfel.

Heuer dürfen wir uns besonders auf seine Ausstellung „Oberstdorfer“ im Kurpark freuen. Dazu Christian Popkes: „Das ist meine ganz persönliche Hommage an diesen wunderschönen Ort und die dort lebenden Menschen, die den Fotogipfel zu dem machen was er ist.“

Und möchtet Ihr wissen, was er übers Freiberg gesagt hat: „Als ich das Freiberg zum ersten mal betrat, hatte ich sofort das gute Gefühl, angekommen zu sein.“

am 30.05.2016

Rezept vom Sternekoch - Geeister Joghurt

Geeister Joghurt

Juhuuuu unser Pool läuft gerade ein. Im Geiste sehen wir uns dort schon in der Sonne liegen - und einen leckeren geeisten Joghurt schlabbern. Das Rezept findet Ihr hier:

Joghurt, Aprikosenmarmelade, Limettensaft, Limetten-Abrieb und Vanillemark in eine Schüssel geben und zu einer glatten Masse verrühren. Nach Geschmack mit Puderzucker und Limettensaft abschmecken.

Gelatine in kaltem Wasser einweichen. Nach 5 min. auspressen und mit einem Esslöffel flüssiger Sahne in einem Topf bei kleiner Hitze auflösen. Dann zügig unter die Joghurtmasse rühren.

Anschließend die leicht geschlagene Sahne unterheben und die Masse in Förmchen abfüllen. Für ca. 2 Stunden ins Gefrierfach stellen, bis der Joghurt leicht angefroren ist.

Aus dem Gefrierfach nehmen und den geeisten Joghurt aus den Förmchen stürzen. 10 Minuten temperieren. Dann servieren, z. B. mit einem Ananas-Erdbeer-Salat mit grünem Pfeffer oder mit Rhabarber-Ragout.

Zutaten (für 8 Personen)

  • 100 g Naturjoghurt 10%
  • 100 g Aprikosenmarmelade, passiert
  • Saft von 1 Limette, Abrieb von 1 Limette
  • Mark von 1/4 Vanillestange
  • 2 Blatte Gelantine
  • 100 g Sahne, geschlagen
am 01.05.2016

Gestaltungs-Gedanken

Freiberg Design Suite

Kennt Ihr Mimi Manzecchi-Müller und Fery Müller? Unser Innenarchitekten? Mit den beiden haben wir gerackert, gehirnt, geplant, geschwitzt, gerechnet, gelacht und geflucht. Es hat sich gelohnt!

Das Architekturbüro von Fery Müller, weiter gereicht durch viele Generationen seit 1893 in Konstanz ansässig, realisierte die mannig- fachsten Projekte. Seine „Sinnsuche“ liegt jedoch ebenfalls im künstlerischen Bereich.

Fokussiert auf Mosaikarbeiten, entstehen Stelen der geometrisch/konkreten Zuordnung sowie freie, organische Kompositionen. Materalien, wie Keramik, Scherben, Glas– in bunten Farben – und Spiegel; diese bringen Licht und Kinetik in die Skulpturen.

„Der Kopf ist rund, damit das Denken die Richtung ändern kann“
Francis Picabia

LEITGEDANKE DES PRIVATEN UND BERUFLICHEN LEBENSWEGS VON MMM

Ein Weg, den sie selbst als ständige Perfor- mance betrachtet. Geboren in Pforzheim – lange Jahre in Paris und Ravenna/Wahlhei- mat Piemont und schließlich vor Anker am Bodensee. Diese Stationen kommen auch in ihrem künstlerischen Schaffen zum Ausdruck. Hinzufügen kann man noch, dass sich ihre „Globetrotter-Seele“ des Öfteren über die Malerei „outet“ und den Betrachter – so wünscht sie sich's – in eine andere Welt entführt.

In der Zusammenarbeit mit Fery Müller entstehen rhythmisch geprägte Gestaltungsideen und hinterlassen Spuren von kompositorischer Eigenständigkeit. Dasselbe Künstler-/Architekten-Paar, das schon den Altbau mit einer neuen Formensprache attackierte; trotzdem ehrfurchtsvoll und respek- tierend, einen Dialog auf Augenhöhe herbei- führte, war berufen, auch am Neu- und Umbau Hand anzulegen.

Entscheidendes Kriterium: Margrets geprägte familiäre Atmo- sphäre nicht zerstören, sondern ergänzen und Neues hinzufügen, obwohl das Haus nun mehr als die dreifache Größe erreicht. Grundsätz- lich: Architektur und Gestaltung dürfen nicht zum Selbstzweck mutieren; der Mensch bzw. Nutzer bestimmt die Kriterien – nicht Ordnung und Kargheit – nicht weglassen oder intellek- tuelle Ästhetik – sondern Emotion und Har- monie. Einzelne, in sich stimmig komponierte Räume ergeben ein Gesamterlebnis...
Der Gast als Individuum = Beispiel „FETZWERK“: Unterschiedliche Stühle und Leuchten spielen mit den Vorlieben und Befindlichkeiten der Gäste gegen die Gleichschaltung. Jedem sein Platz! Unterstützt durch pfiffige Baumstützen außen.
Ein weiterer Beitrag hierzu verspricht auch der Spa- und Wellnessbereich unter dem Motto: „Gartenlaube“. (Textquelle: Fery Müller & Mimi Manzecchi)

am 15.04.2016

Immer im Aufwind

Opa Max

Opa Max - unser persönlicher Renndirektor. Unsere hauseigene Legende. Eine lebende Legende. Oft sagt man das so daher. Aber was ist überhaupt eine Legende?

Per definitionem: etwas zum Lesen. Zum Beispiel die Zeichenerklärung bei Landkarten oder eine bestimmte Art von Erzählung. Wir interessieren uns hier aber eher für folgende Bedeutung: eine Persönlichkeit, die aufgrund einer besonderen Leistung, berühmt geworden ist. Wie zum Beispiel John Wayne, David Hasselhoff oder Jupp Heynckes.

Und unser Opa.
Eigentlich schlug sein Herz ja früh für Ski Alpin. Seine Statur aber gab einen anderen Weg vor. Der Max wird Skispringer. Angst vor der Geschwindigkeit? Paah, überhaupt nicht. Der Anlauf, die Höhe? Gar kein Problem. Mit 16 Jahren der erste Sprung von der Schanze. Talent vorhanden. Ehrgeiz und die Liebe zum Wintersport sowieso.

Der Rest ist schnell erzählt: Deutscher Meister 1956, ‘57, ‘58 und ‘64. Olympia-Teilnahme ‘56 (Vierter), ‘60 und ‘64. Sieger der Vierschanzentournee ‘59/‘60. Als erster Westdeutscher Skispringer. Hauptpreis: ein nagelneuer Schnellkochtopf.

Und heute? Pluderhose, Pudelmütze und weiße Fäustlinge trägt er nicht mehr. Seine Markenzeichen sieht man nur noch auf den alten Fotos. Neben seinen Pokalen, die man im Kaminzimmer des Freiberg bestaunen kann, hat er in seiner langen Karriere noch das Bundesverdienstkreuz und das Silberne Lorbeerblatt gesammelt.
Und bei uns im Freiberg gehört er heute irgendwie zum Inventar. Fast täglich ist er im Kaminzimmer anzutreffen. Immer offen für einen Huigarte*. Immer noch mit Leib und Seele Skispringer. Das Leuchten in seinen Augen immer noch wie vor über 60 Jahren. Bei seinem ersten Mal auf der Schattenbergschanze.

*Huigarte“
Dialekt für „ein Pläuschchen“

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