Der Freiberg Blog

AM PULS DER FREIHEIT
16.Mai-020 2

Kaltes, klares Wasser

Bergauf und bergab durch Licht und Dunkelheit ging es heute für uns durch die Breitachklamm. nser Tipp: Ein Ausflug lohnt sich auch bei Regenwetter, denn je mehr Wasser fließt, desto eindrucksvoller ist die Klamm. In Oberstdorf wird's also nie langweilig.

26.02.20 Karatsbichl-1-008

Auszeit

Heute am 26. Februar rund um den Karatsbichl und in Oberstdorf: Ein herrlich leuchtendes Weiss überall.

Lust auf eine kleine Auszeit? Ob es nun 5 vor Urlaub ist, oder ob Sie lieber im Voraus planen, um eine gute Urlaubsidee sind wir nie verlegen.

Pool-001

Wintergenuss

Hach, vor uns liegt ein wundervolles Winterwochenende mit viel Sonnenschein. Also was zuerst tun - eine runde auf die Piste? Ein Spaziergang durch den Neuschnee & die Sonne. Anschließend ein wohlverdientes Gläschen auf der Terrasse des Fetzwerks genießen. Entspannung pur im beheizten Outdoor Pool (35°), gefolgt vom kulinarischen Hochgenuss in einem unserer 4 Restaurants – also wir hätten da so einige Ideen!

20200113-085910-003

Schneesicher

SCHNEESICHER starten wir in die neue Woche am Nebelhorn. . . Achtung Brettl-Fans & Pistenschwinger wie wäre es mit einem Skiurlaub im Freiberg. 4 Übernachtungen, 3 Tage Skifahren in unseren Top Skigebeiten und wir sorgen im Freiberg für Ihren perfekten Einkehrschwung: Jeden Abend ein 4-Gänge Wahlmenü oder a la carte in unserer Freiberg Stube.

12.12-001

Frau Holle ist da

Frau Holle hat bei uns heute in Oberstdorf eingecheckt. Wer auch den Winter von seiner schönsten und romantischsten Seite erleben will, ist bei uns bestens aufgehoben.

Hindelanger Weihnachtsmarkt-012

Oh du Fröhliche

Oh, Du wunderbare Weihnachtszeit. Schneegestöber, der Duft frischer Plätzchen, leckere Bratäpfel, aromatischer Glühwein und und und – all das findet man auf dem winterlichen Weihnachtsmarkt in Bad Hindelang. Dort kann man besonders gut die besinnliche Stimmung genießen und an jeder Ecke etwas Neues aus der Märchen- und Sagenwelt entdecken.

14.11-002

Der erste Schnee

... ist da! Wir haben heute Morgen, Do. 14.11.2019, die frostige Kulisse vor unserer Haustür eingefangen — Lust auf ein langes Kuschel-Wochenende? Bei uns trifft Romantik auf Kulinarik. Genuss auf Design. Und aus Liebe wird Leidenschaft.

L1050640-2

Drei "F" fürs Maximilian

Der Feinschmecker schreibt in der aktuellen Ausgabe seines Booklets „die 500 besten Restaurants in Deutschland 2020“ wie folgt:

Wo andere Köche auf Eingängigkeit aktueller Trends setzen, geht Tobias Eisele einen anderen, mutigen Weg: Jeder seiner Teller zeigt Eigenständigkeit und ist stilistisch eindeutig identifizierbar. Florale Noten spielen eine Rolle, oft ist der Gesamteindruck auch bei den Fleischgerichten überraschend fruchtig-gemüsig.

Zur Einstimmung schickt der Küchenchef eine elegante Variante von Zwiebel, Lauch und Sellerie, als prägnanten Zwischengang später dünn geschnittenes Spitzkraut mit Brokkoli, gehobeltem Eigelb und Aprikose (Kerne, Creme, Sorbet mit Lavendel).

Das viererlei Reh (Rücken, Nacken, Filet, Tatar) auf Cassis-Gel kommt zusätzlich mit einer verspielten Beigabenparade aus Hartweizen, Palatschinken, Kohlrabi und Urspinat.

Eine Küche, die zum Nachdenken anregt und den etwas förmlichen Service zu umfangreichen Erklärungen antreibt.

Herbststimmung am Freibergsee

Sommer Revival

Wie bei einer Konzert-Zugabe gibt der Altweibersommer noch einmal alles, bevor er für den Herbst die Bühne räumt. So auch heute bei unserem Ausflug an den Freibergsee & die Heini-Klopfer-Skiflugschanze.

Viehscheid Schöllang und Rubi-029

Viehscheid

Der Alpsommer neigt sich dem Ende zu... Mitte September kehrt das Vieh festlich geschmückt mit seinen Hirten von den Alpen ins Tal und in den heimischen Stall zurück. Der Viehscheid ist eine der größten, schönsten und ältesten Festtraditionen im Allgäu.

22.08-Derratal-Kleinwalsertal

Grüne Oase

Das Derratal im Kleinwalsertal ist eine grüne OASE… Für diese Tour muss nicht die Sonne vom Himmel strahlen - das Grün der saftigen Alpen ist schon Augenweide genug! Interessant anzusehen ist auch, wenn Wolken den Großen Widderstein im benachbarten Bärgunttal umspielen – übrigens eine ganz andere Perspektive auf den größten Berg im Kleinwalsertal! Zuerst durchatmen und verweilen in traumhaften Wäldern und anschließend den Blick über die Berggipfel und das grüne Tal streifen lassen.

7

Sonntags Spaziergang

Gemütlicher Sonntagsspaziergang über saftige Wiesen ... und danach Entspannung pur im Outdoor Pool, gefolgt vom kulinarischen Hochgenuss in einem unserer Restaurants

Anna Jaeger

Meine Großtante Anna Jäger

Heute möchte ich euch meine Großtante Anna Jäger vorstellen. Auch wenn Sie schon lange nicht mehr lebt. Ich habe sie als tolle Persönlichkeit in Erinnerung. Als Kind war ich bei jeder Gelegenheit in ihrem Atelier. Na ja, Atelier. . . .

Es war ein großer heller Raum in dem es immer nach Farben roch, nach Terpentin und Firnis. Dort malte sie, dort stand ihr Bett, eine Kochnische und einfach alles, was ihr eigentlich eher asketisches Leben ausmachte. Meistens hörte sie Musik von Louis „Satchmo“ Armstrong, was mich als junges Mädchen an meiner alten Tante natürlich besonders beeindruckte. Bei ihr lernte ich, Schwarztee mit Butter aus feinstem China-Porzellan zu trinken. Und außerdem hatte sie immer lässige selbstgeschneiderte Klamotten an.

Geboren wurde Anna Jäger am 17. April 1899 als zweites von vier Kindern aus dem alten Oberstdorfer Geschlecht der "Geagl". Ihre künstlerische Ader hatte Anna wohl von Großmutterseite geerbt: Familie Zobel, die durch mehrere Generationen immer wieder Kunstschmiede und Schlosser hervorbrachte. Auch Dominikus und Augustin Zobel, welche das Chorgitter im Wiener Stefansdom schmiedeten. Auch Bildhauer und Maler Wilhelm Berktold entstammte dieser künstlerisch veranlagten Sippe. Mit Anna Jäger verbanden ihn die gemeinsamen Urgroßeltern.

Nach der Volksschule erlernte Anna das Schneiderhandwerk. Ihre Prüfung legte sie 1925 in allen Fächern mit der Bestnote "Hervorragend" ab. Von 1925 bis 1930 besuchte sie in München in der staatlichen Kunstgewerbeschule die Klasse für angewandte religiöse Kunst unter Professor Franz Klemmer: Freskomalerei, Batik, Mosaik, Glasmalerei und Paramentik gehörten zu ihren Fächern. Anschließend belegte sie mehrere Semester an der Akademie der bildenden Künste in München und beteiligte sich dort erfolgreich an Kunstausstellungen.

Auch den Lehrern fiel die junge Frau aus Oberstdorf auf. Dies geht aus Briefwechseln mit Professor Franz Klemmer hervor, mit Kirchenmaler und Restaurator Hias Cronwitter, mit Professor Max Spielmann (Innsbruck), mit Kunstmaler und -lehrer Hans Prinster (Meran) und mit Adolf Lehmann (München).

1935, im Alter von 36 Jahren, kehrte Anna Jäger aus Heimatliebe nach Oberstdorf zurück. Für sie, hauptberuflich Malerin, sicher keine gute Entscheidung. Ihr moderner, großzügiger Malstil stieß damals auf wenig Verständnis. Um Ihren Bekanntheitsgrad auszubauen, fehlte das Umfeld für größere Arbeiten und Aufträge.
Die Maltechniken von Anna Jäger waren vielschichtig: Kohlezeichnungen, Aquarelle, Ölfarben, am liebsten aber Tempera, mit dem Mörser selbst hergestellte Naturfarben aus Mineralien, welche nach einem Überzug mit Firnis große Leuchtkraft und Intensität erhielten.

Oft ging die zierliche Frau, ausgerüstet mit Malzeug und Leinwand, auf einsamen, gefährlichen Pfaden in die Bergwelt, um ihre Höfats oder Trettach von allen Seiten im Bild festzuhalten. Oder um auf dem sogenannten Heubaum am Linkerskopf einen uralten Ahornbaum zu malen.

Es entstanden Portraits, Blumen- und Landschaftsbilder, doch immer wieder befasste sie sich mit religiösen Themen, was auf ihre tiefe Gottverbundenheit zurückzuführen war. Auch fertigte Sie Mosaiken mit Steinen, die sie ausschließlich aus unseren drei heimischen Flüssen Trettach, Stillach und Breitach sammelte. Geradezu Ablehnung rief sie 1953 hervor, als sie für das Grabmal ihres Schwagers, meines Opas Karl Schedler, einen modernen, bartlosen Christus am Kreuz schuf. Heute noch zu sehen auf dem Oberstdorfer Waldfriedhof.

Herrliche Stick- und Handarbeiten entstanden ebenfalls in Ihrer Werkstatt, wo sie mit bewundernswerter Ausdauer und Selbstdisziplin arbeitete. Neben Messgewändern, die sie entwarf und ausarbeitete, bestickte sie zahlreiche Mieder und Hosenträger für die historische Tracht. Ein Muttergottesgewand für St. Loretto befindet sich heute im Oberstdorfer Heimatmuseum.

Wie aus einer unerschöpflichen Quelle sprudelten Ihre Ideen, die sie verstand, in Form zu bringen und sichtbar zu gestalten. Bei jeder Gelegenheit bettelte ich ihr schon als Kind Zeichnungen, oft nur Skizzen auf zerschlissenem Papier, ab. Heute, über 30 Jahre später, sind sie in angemessenen Bilderrahmen in unserem Haupthaus zu sehen.

Ein immenses Allgemeinwissen, verbunden mit großer Toleranz und Offenheit für andere Weltanschauungen und Ansichten, paarte sich bei Anna Jäger mit großer Menschen-, Tier- und Naturliebe. Sie besaß die wunderbare Gabe des Zuhörens ebenso wie die Freude an der Diskussion. Wie soll man einen Menschen von diesem Format und mit so vielen Talenten angemessen beschreiben?
Im Juli 1981 vollendete die bescheidene, hochbegabte Künstlerin ihr nahezu asketisches Leben. Auf mich hat sie einen bleibenden Eindruck hinterlassen.

Eva

Herzblatt

Herzblatt von 1989 gesucht, ein Wellnesswochenende im Freiberg wartet auf dich!

Sicher kennen Sie noch die Sendung HERZBLATT, eine der erfolgreichsten Flirt-Shows zum Thema „Mann sucht Frau“ und umgekehrt. Stellen Sie sich vor, drei hübsche junge Damen bekommen folgende Frage gestellt: „Ich schenke dir eine Packung Quark, was machst du daraus für mich?“ Kandidatin A backt einen Käsekuchen, Kandidatin B schmiert ihrem Liebsten ein Quarkbrot und Kandidatin C rührt mit reinem Bienenhonig eine Maske an, mit der sie sein Gesicht verwöhnt.

Nein, das ist kein O-Ton, aber so könnte die Frage durchaus gewesen sein, die Rudi Carell unserer Kosmetikerin und Wellness-Therapeutin Eva 1988 gestellt hat.

Im Fernsehen war Eva seither nicht mehr, auch wenn sie als Herzblatt damals tatsächlich das Rennen gemacht hat. Mit „Bela“, so hieß der glückliche junge Mann, war Sie mit dem Herzblatthubschrauber im Byerischen Wald. Der Richtige fürs Leben war er dann doch nicht, aber das mit dem Quark und dem Verwöhnen . . .

Ein Beruf, bei dem man den Menschen etwas Gutes tun kann, war immer schon Evas Ding. Kinderkrankenschwester, Arzthelferinnenschule, und, weil man nie auslernt, immer noch auf der Suche nach dem Traumberuf, endlich am Ziel: Fachschule für Kosmetik, Massage und Fußpflege in Würzburg.

Nach bewegten Jahren lockte Eva ihre Naturverbundenheit endgültig in ihre Wahlheimat Oberstdorf. „In der Natur finde ich meine innere Ruhe, tanke ich auf, schöpfe Kraft“, schwärmt sie. Wen wundert’s, dass sie die individuelle und ganzheitliche Produktlinie von Dr. Boos Naturkosmetik für ihre Anwendungen favorisiert.

Uns im Freiberg hat Evas Geschichte amüsiert und fasziniert. Und auf eine Idee gebracht: Sollte unter den Blog-Lesern Evas Herzblattkandidat von damals sein: „Wir laden dich ein auf ein Wochenende im Freiberg, Gesichtsbehandlung inklusive.“

L1040770

Guter Kaffee

Das Leben ist zu kurz für schlechten Kaffee

Guter Kaffee . . . da hat bekanntlich jeder seine eigene Vorstellung, seinen eigenen Geschmack. Cappuccino aus dem Vollautomaten oder aus dem Siebträger? H-Milch oder frische Milch? Mit Haube oder ganz cremig? Es ist schwer es jedem recht zu machen.
Bei uns im OBERSTDORF ERLEBEN LADEN ist das nicht anders. Allerdings lassen sich Neli und Ludwig hier auf keinen Kompromiss ein. Die Messlatte ist der eigene Anspruch. Kaffee heißt Espresso nur aus besten Bohnen, 70% Arabica und 30% Robusta, und zu 100% hausgemacht vom Röster Fabian aus Reichenbach, einem kleinen Ort neben Oberstdorf. Schön kräftig muss er sein, darf dabei aber nicht bitter oder sauer schmecken. Ein nussiges Aroma mit richtig dicker Crema. Neben einer guten Bohne braucht man natürlich auch eine gute Maschine, an einem Siebträger kommt man nicht vorbei. Die Italiener haben diverse Marken, welche sich bereits einen Namen gemacht haben. Wir, im OBERSTDORF ERLEBEN LADEN, haben eine Steamhammer XLVI – auch eine echte Italienerin. Dazu eine ordentliche Mühle, hier wird oft gespart, ein fataler Fehler. Bestes Wasser haben wir in Oberstdorf, also braucht es zuletzt noch entsprechende Milch, am besten Vollmilch. Unsere bekommen wir direkt vom Bauern in der großen Milchkanne, so tun wir gleich noch was für die Obersdorfer Umwelt und sparen uns den Tetra Pak. Ludwig sagt immer: „Wer alles das hat, hat aber noch lang keinen guten Espresso. Dass man mit der Hardware umgehen kann, ist Voraussetzung. Aber um es so richtig gut zu machen, bedarf es auch einer Menge Leidenschaft.“ Bevor also Urlauber oder Einheimische unseren OBERSTDORF ERLEBEN LADEN kommen, wird der erste Espresso Shot des Tages verkostet, die Mühle nachjustiert und die Durchlaufzeit gecheckt. 21 Sekunden sind perfekt. Das Milchschäumen ist auch nochmal eine Sache für sich.
Ob unser Kaffee der beste in Oberstdorf ist? Wie zu Anfang gesagt, hängt das vom eigenen Geschmack ab. Mir hat noch keiner besser geschmeckt. Wer jetzt auf den Geschmack gekommen ist, kann sich das Ganze in der Kirchstraße 4 mal genauer anschauen. Für mich ist so ein liebevoll zubereiteter Espresso oder Cappuccino immer ein bisschen Urlaub vom Alltag. Und für Sie vielleicht das „bisschen mehr“ im Urlaub.

WantanbearbeitungbreitFINAL

DIY Wan Tan

DIY ist die Abkürzung des englischen Begriffes “do it yourself” und bedeutet “mach es selbst”. Kreieren, reparieren, optimieren, DIY ist schwer im Trend. Warum also nicht mal ein Gericht nachkochen, zum Beispiel aus der neuen Fetzwerk-Karte.

Kokos-Kürbis-Suppe mit Edelfisch Wan Tan für ca. 8 Personen

Zutaten Wan Tan:

• 300g Edelfischfilets, gewürfelt, ca. 1,5 × 1,5cm (z.B. Lachs, Zander, Steinköhler, Glattbutt, Garnelen, Langustinen)

• 3 Eiweiss

• 160g Sahne

• Salz

• Currypulver

• Chilis gemahlen

• Five Spice Gewürzmischung

• ca. 20 Wan Tan Blätter

Zubereitung Wan Tan:

Für die Füllung die Hälfte der Fischfiletwürfel mit 2 Eiweiss, 160 g Sahne und Salz zu einer Fischfarce verarbeiten (z. B. im Mixer). Die Farce mit etwas Currypulver, Chilipulver und Five Spice abschmecken und mit den übrigen Filetwürfeln mischen. Die Wan Tan Blätter ausbreiten und die Ränder mit Eiweiss bestreichen. Dann einen Teelöffel der Fischfüllung in die Mitte setzten. Diagonal zuklappen und festdrücken, damit ein Dreieck entsteht. Die Wan Tans 4 Minuten in heissem Wasser ziehen lassen (ca. 85-90 Grad).

Zutaten Kokos-Kürbis-Suppe:

• 50 g Zwiebelwürfel

• 50 g Selleriewürfel

• 50 g Karottenwürfel

• 300 g Muskatkürbiswürfel

• 50 g Lauchwürfel

• 1 Liter Kokosmilch

• 1 Liter Gemüsefond (oder Wasser)

• Noilly Prath

• Rote Thai Curry Paste

• Salz, Zucker

• Korianderkörner

• Zitronengras

• Chilischoten

• Limettenblatt

• Kardamon

• Sternanis

• Ingwer

• Öl

Zubereitung Kokos-Kürbis-Suppe:

Zwiebel-, Sellerie- und Karottenwürfel in etwas Öl glasig anschwitzen. Kürbiswürfel zugeben und mit anschwitzen. Zuletzt den Lauch zugeben und kurz angehen lassen. Etwas Salz, Zucker und die Currypaste zugeben. Dann mit Noilly Prath ablöschen. Kokosmilch und Gemüsefond zugeben und das Gemüse weich kochen. Den Sud mixen, danach die Gewürze zugeben und ca. 40 min. bei niedriger Hitze ziehen lassen. Alles durch ein feines Sieb passieren. Nochmals aufkochen und abschmecken.

Suppe in Teller (oder stilecht in Weckgläser) verteilen, die heißen Wan Tan zugeben und servieren. Guten Appetit.

Tipp: Die Wan Tans können auch in fett gebacken und mit Dip als Vorspeise serviert werden.

Freiberg Stube

BESONDERE ERLEBNISSE SIND GEFRAGT

so steht es im Editorial der neuen FEINSCHMECKER Beilage, in der die 500 besten Restaurants in Deutschland vorgestellt werden. Auch DAS MAXIMILIANS ist auf Seite 169 wieder dabei. Dort hat der Gast ab sofort wieder die Qual der Wahl . . .

Während viele Sterne Restaurants nur noch Menü und kein a la carte anbieten, haben Gäste im Sternerestaurant Maximilians in Oberstdorf seit kurzem wieder die Qual der Wahl. Anstelle eines festen Menüs, das natürlich auch geboten und gerne genommen wird, kann der Gast auch aus einer kleinen, ergänzenden Karte á la carte wählen. Nach Lust, Laune und Bauchgefühl.

Für die Küchenbrigade um Tobias Eisele sicher eine extreme Herausforderung. In Zeiten von Personalmangel erst recht. Vielleicht ist es ja die Zukunft, sich auf ein minimiertes Angebot einzulassen und vieler Orts ist das bereits der Fall. Der Sternenhimmel wird deswegen weiter leuchten, denn die Tester legen den Fokus, verständlicher Weise und völlig zurecht, auf den jeweiligen Teller und nicht auf die Größe der Auswahl.

Als Gastgeber fragen wir uns jedoch, ob der „Menüzwang“ gastorientiert ist? Nicht jeder, der gutes Essen liebt, ist kulinarisch unbegrenzt aufgeschlossen. Für uns ist es Priorität, im Restaurant ein besonderes Erlebnis zu gestalten. Ein außergewöhnlich gutes Essen ist ein herrliches Stück Lebensqualität, das man sich mit Freude gönnt und damit einen „normalen“ Abend zu einem besonderen Ereignis werden lässt, an das man sich gerne erinnert.

Im Sternerestaurant Maximilians darf es deshalb ab sofort auch mal nur „Hauptgang und Dessert“ sein. Warum soll man dafür auf einen speziellen Anlass warten? Unser Credo: lecker, leger und unkompliziert.

Die Fetzwerker

DIE BESTEN RESTAURANTS FÜR JEDEN TAG

500 Tipps in ganz Deutschland. Mit diesem Prädikat hat Der Feinschmecker auch aktuell das Fetzwerk wieder ausgezeichnet. Das Motto des Food Magazins lautet „Es muss nicht immer Haute cuisine sein. Entdecken Sie mit Der Feinschmecker die besten Tipps für Betriebe mit guter Küche, moderaten Preisen und echtem Wohlfühlbonus.“

Ganz offensichtlich haben sich die Test-Esser vom Magazin Der Feinschmecker wieder einmal in Oberstdorf „herumgetrieben“ und auch das Fetzwerk besucht. Dort gibt es jetzt neun neue Geschmackserlebnisse, für die unsere Küchenbrigade ganze Arbeit geleistet hat. Es wurde viel getüftelt, probiert, optimiert. Den angesagten Food Trends regional, mediterran und asiatisch sind wir dabei treu bleiben. Dem Tapas Style im Weckglas natürlich auch. Es gibt tolle neue Kreationen mit Fisch, mit Fleisch oder vegetarisch, optional auch vegan.

Schon mal ein Froschauge verspeist? Einen Gaumenflamenco getanzt oder schmackhafte Oberstdorfer Kommunalpolitik verputzt? Ramen, die japanische Kultsuppe mit Entenbrühe, Entenfleisch und Ramen-Nudeln kommt als „Heiße Ware“ und hilft in fast allen Lebenslagen. Das Ü-Ei zum Dessert ist immer gut für eine Überraschung. Und an alle Fans des schon legendären Goldbömbchens: Keine Sorge, für uns nicht wegzudenken und weiterhin auf der Fetzwerk Karte.

Auf der Suche nach neuen Geschmackserlebnissen? Langweilige Restaurantatmosphäre satt? Dann auf nach Oberstdorf ins Fetzwerk. Neugierig?

Hier gibts die neue Fetzwerk Speisekarte



Und für daheim: Weck to go! Aussuchen, Anrufen, Abholen.
Weckruf unter 08322 9678-0

S9A4015

BIERGARTEN KNIGGE

. . . schon mal gehört? Wir auch nicht, bis wir die Ausgabe 7/2018 des Food Magazins DER FEINSCHMECKER in Händen hatten.

Beim Artikel von Ulf Sundermann ging uns im Jagdhaus das Biergarten Herz so richtig auf. Er beschreibt, wie man „in München und anderswo richtig Maß hält“.

Zu einem bayerischen Biergarten gehören Kies und Rosskastanien – Splitt und Flachwurzler kühlten früher die darunter liegenden Bierkeller. Wer im Schatten Platz nimmt, hat oft die Wahl: bedienter Bereich oder SB. Ersterer ist leicht erkennbar an Tischtüchern und ausgelegten Karten.

(Anmerkung vom Jagdhaus Biergarten Oberstdorf: Unseren SB Bereich erkennen Sie an den langen Biertischen)


Wie trinkt man? Am besten zügig, nach einer halben Stunde ist die Maß „lack“ (abgestanden). Das Zuprosten gehört zu jedem Schluck, zehn Prosit pro Maß sind ein guter Schnitt. Der letzte Rest bleibt immer im Glas – wer ihn trinkt, gilt als geiziger „Noagerlzuzla“ (Neigennuckler).

(Anmerkung vom Jagdhaus Biergarten Oberstdorf: Es muss keine Maß am Stück sein, es gibt natürlich auch Halbe vom guten König Ludwig Bier.)


Besonders Oberbayern und Bierfranken sind ideale Regionen für Hobbyköche und Selbsversorger: Hier kann die Vesper immer mitgebracht werden. Hausverbot haben dagegen Foodorfahrer und andere Lieferdienste, ebenso unterwegs gekauftes Thai-Food.

(Anmerkung vom Jagdhaus Biergarten Oberstdorf: Auch bei uns darf man die Brotzeit im SB Bereich mitbringen, solange man die Getränke bei uns kauft.)


Laut Bayerischer Biergartenverordnung werden Biergärten „als Ausdruck bayerischer Lebensart angesehen“ . . .

(Anmerkung vom Jagdhaus Biergarten Oberstdorf: dem ist nichts hinzuzufügen.)


Wie wehrt man sich gegen unliebsame Tischnachbarn? Die schärfste in Bayern gesellschaftlich akzeptierte Ablehnung ist ein nur sehr mäßig bedauerndes: „Da kimma noch zwoa!“ Wenn das nicht hilft, warnen sie vor den Wespen . . .

(Anmerkung vom Jagdhaus Biergarten Oberstdorf: Hier sind wir nicht beim Autor. Bei uns ist das „dazuhocken“ erwünscht und Platzverweigerung schon fast ein Sakrileg.)


Überschätzen Sie nicht Ihre Kraft – ein gefüllter Maßkrug wiegt gut zwei Kilo. Deswegen sollte man ihn zum Tragen lieber nicht am Henkel greifen, sondern ruhig durch den Henkel an den Krug fassen. Mit den Worten des Kabarettisten und Bayernerklärers Harry G: „Dem Krug gibt man freundlich die Hand und sagt: Frischer Kollege, ich grüße dich!“

(Anmerkung vom Jagdhaus Biergarten Oberstdorf: Gut für den Bizeps.)
Wenn Schluss ist, ist Schluss: Die Biergartenverordnung regelt auch Anwohnerschutz und Öffnungszeiten (längstens 7 bis 23 Uhr).

Eine Stunde vor Schluss verstummt die Musik, eine halbe Stunde später wird zum Ausschankende geläutet. Da hilft auch kein Schimpfen über die vermeintliche Provinz.

(Anmerkung vom Jagdhaus Biergarten Oberstdorf: Bei schönem Wetter ist unser Biergarten täglich ab 12 Uhr geöffnet.)

Hier geht’s zum Biergarten

Urlaubsmoment im Freiberg

ROMANTIKER

Food | Lifestyle | Trends| Travel
Der ROMANTIKER ist das neue Magazin der Romantik Hotels International . . .

. . . und erscheint dreimal im Jahr im ausgewählten Zeitschriftenhandel. Im ROMANTIKER finden Sie Reiseberichte, spannende Storys, die neuesten Geheimtipps rund ums Essen, Trinken, Reisen und Lifestyle. Das Magazin entführt Sie in eine Welt von Erlebnissen und Eindrücken. Und liefert jede Menge inspirierende Urlaubsideen.

Auch wir im Romantik Hotel Freiberg haben jede Menge Ideen, für eine unvergessliche und individuelle Auszeit in Oberstdorf: Ob spannend und actionreich oder lieber entspannt und ruhig. Fröhlich, witzig, unkompliziert . . . Hauptsache immer genussvoll. Ob Sie sich dafür ein Candle-Light-Dinner im Königlichen Separee des denkmalgschützten Jagdhauses wünschen. Eine Pferdeschlittenfahrt durch den schönen Allgäuer Winterwald oder Zeit zu zweit im Privat Spa. Vielleicht ein Tandemflug vom Nebelhorn, ein Luxus-Lunch-Paket für Ihre Gipfelstürmer-Tour, ein Schaumbad zu zweit in Ihrer Suite oder ein Zimmerfrühstück mit Champagner. Egal, was Ihren Oberstdorf Urlaub perfekt macht, sprechen Sie uns an.

LHF Jagdhaus Essen ML 2296 LR

BRUTAL REGIONAL

Brutal regional is(s)t man mittlerweile an vielen Orten. Der Trend ist sozusagen in aller Munde.

Im denkmalgeschützten Jagdhaus in Oberstdorf nennen wir es „das kulinarische Erbe des Prinzregenten“. Das passt zu unserer gemütlichen Wirtschaft, wo schon Prinzregent Luitpold von Bayern so manches Fest gefeiert hat. Wir stehen für viel mehr, als für Bayrische Küche oder Allgäuer Küche. Auf dem Einkaufszettel unserer Küchenbrigade stehen ausschließlich inländische Produkte. Im besten Fall kaufen wir in der Region, also so nah wie möglich. Und im weitesten Sinne? Produkte, die in Deutschland ihren Ursprung haben! Gewürze wie zum Beispiel Pfeffer, Curry oder Vanille, aber auch exotische Früchte und Südfrüchte suchen Sie bei uns vergeblich. Denn für ein leckeres Münchner Schnitzel, mit Senf und Meerrettich paniert, braucht’s keine Zitrone.Dafür braucht‘s eine extra Portion Dickköpfigkeit, reichlich Kreativität und jede Menge Herzblut.

Wir sind mehr, als nur ein Oberstdorfer Wirtshaus. Deshalb lassen Sie sich auf uns ein! Auf unsere handwerkliche Küche und auf unsere Philosophie, dass es nicht immer überall alles geben muss. Und keine Sorge: Es gibt noch genug!

Stepha Schweiger

KÜNSTLER IM FREIBERG

Es ist immer wieder spannend, wer in unserem Hotel in Oberstdorf eincheckt. Vielleicht liegt es ja am freibergigen Freigeist, an unseren individuell eingerichteten Zimmern oder an der familiären Atmosphäre . . .

Stepha Schweiger, Avantgarde-Komponistin
Pianistin/Keyboarderin-Singer/Songwriter experimenteller Musik

Ihr aktuelles Werk, das Musiktheater "The Mark on the Wall" bewegt sich zwischen Elementen aus Pop und sphärischer neuer Musik und ist mit dem Ziel der Entschleunigung komponiert. Das knapp 100-minütige Werk lädt ein zu einer langsamen Reise als Erkenntnistrip hin zu einer besonderen Art der Selbstfindung.

„Stepha Schweiger hat ein eher minimalistisch gehaltenes Klangband komponiert, schillernd und mit feinen Spannungen aus der spezifischen Umwandlung des Woolf'schen Textflusses heraus." NMZ, Hans-Peter Graf

Festival neue musik im stadthaus ulm
THE MARK ON THE WALL
Musiktheater von Stepha Schweiger
nach der gleichnamigen Erzählung von Virginia Woolf (1917)

7. April 2018, 20 Uhr, Klassik Klub - Salon im Café Animo
Gespräch mit der Komponistin und Mitwirkenden in „The Mark On The Wall"
Moderation und DJ-Set: Jürgen Grözinger

8. April 2018, 19 Uhr, Stadthaus
The Mark On The Wall

100 Jahre „The Mark on the Wall" – Virginia Woolfs bahnbrechende
Kurzgeschichte in Stream of Consciousness-Technik inspirierte Stepha Schweiger ein Musik-Theater zu komponieren: Beim Blick an die Wand läßt ein unerkennbares Objekt die Phantasie exaltieren – sinnlich und intellektuell. Die Protagonistin begibt sich – in Form von drei Darstellern: einer Sängerin, einem Tänzer und einem Sprecher - auf eine fantastische Reise zwischen Imagination und Realität.
Verfasst während des ersten Weltkrieges, gewinnen die Themen wieder an Aktualität: Frauen- und
Menschenrechte, Vorstellungen über Sicherheit, Normen, Gott und die Natur werden im Wirbel des
Geschehens musikalisch hinterfragt.

Image

VERRÜCKT

Red Balloon: The Tower, 14.9.-16.9.2018 in Lörrach-Haagen

Vom 14. bis 16. September 2018 wird der Bergfried auf der Oberburg von Burg Rötteln unter Klaus Kipfmüller zum Kunstobjekt.
Für die Installation „The Tower“ wird der Turm mit etwa 4000 roten Luftballons eingehüllt, mit Klängen bespielt und sobald es dunkel wird angestrahlt. Besonders am Abend ergibt sich ein sinnlich erfahrbares Erlebnis. Auch aus großer Entfernung strahlt „The Tower“ wie ein „Leuchtturm“ weit über die Grenze zur Schweiz hinaus. Die Installation des Künstlers steht für die Verbindung der gemeinsamen Geschichte des Dreiländer-Ecks und bildet mit der zeitgemäßen Form der Gegenwartskunst einen spannenden Akzent.
Künstlerisch ist die RedBalloon-Installation eine Ausdrucksmöglichkeit innerhalb der Konkreten Kunst, welcher sich der Künstler Klaus Kipfmüller auch in seiner Malerei verschrieben hat.

Wir wünschen dem Projekt viel Erfolg.

Hier geht's zum Turm

MABOFE

MABOFE

Über die Vorzüge der Unzufriedenheit.

Eine meiner besten Eigenschaften: Unzufriedenheit! Ja, Sie lesen richtig. Denn wäre ich zufrieden, würde das bedeuten: „Alles gut, alles wunderbar, besser geht es nicht“. Dann hätte ich ja keinen Grund, zu grübeln, zu feilen, zu tüfteln und zu designen, um das Freiberg noch besser, schöner und angenehmer für Sie zu machen.

Dabei bedeutet uns Design so zu sein, wie wir sind: humorvoll, farbenfroh, provokativ, künstlerisch wertvoll – anders als alle anderen und typisch freibergig. Unser großer Wunsch: für Sie ein Zuhause auf Zeit zu sein. Eine kleine Oase. Ein Urlaubserlebnis, das Sie nicht einengt, sondern – im Gegenteil – Sie täglich überrascht und Ihnen täglich neue Möglichkeiten eröffnet.

Teil dieser Möglichkeiten ist auch unsere außergewöhnliche Kulinarik-Vielfalt mit gleich vier Restaurants. Von sternemäßig über trendig bis brutal lokal. Alles können, nichts müssen.

In diesem Sinne und mit einem Augenzwinkern wünsche ich mir, dass Sie im Freiberg die Füße (zur Massage) hochlegen und sagen: „Wunderbar, besser geht es nicht.“

Specht

HERR SPECHT

Er hat unsere Terrasse fest im Blick. Er ist ein echter Genießer und klopft auch gern auf Holz, unser Herr Specht. Zeit, ihn einmal genauer kennenzulernen.

Was einen Specht überhaupt nach Oberstdorf und auf die Fetzwerkterrasse bringt? Seine Flügel natürlich. Aber jetzt mal ernsthaft: Oberstdorf ist bekanntlich ein Ort für Überflieger. Ob Schattenberg-Schanze, Heini-Klopfer-Skiflug-Schanze oder die unvergleichliche Thermik am Nebelhorn und am Fellhorn: hier im Allgäu fliegt’s sich einfach gut. Und mit Max Bolkart ist er hier im Romantik Hotel Freiberg einer echten Fliegerlegende ganz nah. Deshalb ist er wahrscheinlich gerade hier bei unserem 4-Sterne-S Hotel sesshaft geworden.

Dann liebt er natürlich die Sonne. Auf der Terrasse vom Fetzwerk ist es angenehm warm und wenn sie denn scheint, ist es dort den ganzen Tag sonnig. Von früh bis spät. Das verleiht unserem Specht einen wunderbaren Teint. Der Weg vom Bunt- zum Braunspecht ist nicht mehr weit.

Gesellig ist unser Specht auch. Und auf der Terrasse unseres 4-Sterne-S-Hotels selten alleine. Die vielen Gäste hat er immer gut im Blick. Und mit ihnen auch schon einiges erlebt.

Zu guter Letzt ist der Specht ein Allesschnabulierer und Genussspecht. Maximilians, Fetzwerk und Stube sind direkt um die Ecke. Und nach einem Abstecher ins Jagdhaus kehrt er nach einem kleinen Verdauungsflug wieder zurück auf die Fetzwerkterrasse. Als Feinschmecker-Specht ist es hier also ein absoluter Traum.

Unser Wintergarten

DAS FREIBERG IS(S)T KREATIV

Wann ist der Mensch am kreativsten? Wenn er Zeit hat und Muße. Und vielleicht auch etwas Zuspruch, seine Kreativität auszuleben. Die Zeit und Muße haben Sie bei unserem Kreativ-Wochenende im Freiberg vom 9. bis 12. November. Und den nötigen Zuspruch bekommen Sie von gleich 2 kreativen Köpfen.

Kreative Powerfrau . . .
ist Mimi Müller-Manzecchi, freischaffende Künstlerin und Mitgestalterin des neuen Freiberg. Unsere Mimi, nicht mehr ganz grün, aber ein Energiebündel, sprühend vor Witz, Charme und Eigensinn:
Geboren 1940 in Pforzheim. Kunst-und Werkschule Pforzheim. 16 Jahre Paris, Musik und Kunst, Aktion „sauvegarde du marais“. Mosaik-Akademie, Ravenna. Europäische Akademie für bildende Kunst, Trier. Lebt und arbeitet heute in Konstanz.

Mimi hilft Ihrer Kreativität auf die Sprünge – wenn es sein muss, mit einem Glas Champagner. Sie zeigt Ihnen, wie man mit Wille und Mut etwas Neues finden, eine neue Wirklichkeit schaffen kann. Lassen Sie Ihrer Phantasie freien Lauf bei der Gestaltung von Recycling-Collagen.

Fotografie at it´s best . . .
erwartet Sie mit Dipl. des. Christian Popkes, unserem lieben Freund, Stammgast, Initiator und Kurator des Oberstdorfer Fotogipfels:
1965 in Esslingen/Neckar geboren, in Dortmund und Bielefeld Fotografie studiert, begann er seine Tätigkeit als selbständiger Fotograf in Hamburg. Innerhalb weniger Jahre wurde er nicht nur in den „Bund freischaffender Fotodesigner“ BFF aufgenommen, sondern auch in die „Deutsche Gesellschaft für Photographie“ DGPh, die „Association of Photographers“ AOP sowie den „Deutschen Werkbund“ berufen.

Christians persönliche Liebe wendet sich stets den Menschen zu, die er portraitiert und in deren Seelen er mit besonderer Intensität schaut. Er zeigt Ihnen, wie man weit mehr als nur ein Foto aufnimmt.

Lassen Sie sich mitnehmen in eine Welt der Ideen, der Inspirationen und Entdeckungen. Alles können, nichts müssen. Im freiberg-typischen, legeren Stil, begleitet von unseren Kulinarik-Künstlern.

Interesse geweckt?
Rufen Sie uns einfach an: +49 (0)8322 96780

LH Freiberg Apr16 Z34 mit Models 0838

GLÜCKSSPIEL KANN SÜCHTIG MACHEN

...das Freiberg auch! Jetzt teilnehmen und 4 Nächte Ihrer Wahl im 4 Sterne Hotel Freiberg gewinnen.

Als kleine Aufmerksamkeit für alle treuen Freiberg-Gäste verlosen wir unser "Dine Around" Arrangement: 4 Nächte - 4 Restaurants für 2 Personen in einem unserer Design-Zimmer. Genießen Sie Oberstdorf und das schöne Allgäu "for free". Nehmen Sie teil und versuchen Sie Ihr Glück -
wir drücken Ihnen fest die Daumen!

Hier geht´s zum Gewinnspiel

Oberstdorf im April-Schnee

April-Schnee bringt Gras und Klee

Aber was will uns diese alte Bauernregel sagen? Ist der Schneefall im April nun Grund zum Jubel - oder eher nicht?

Der späte Wintereinbruch, der fast ganz Deutschland Mitte April 2017 heimgesucht hat, dürfte wohl eher zu Unmut als zu lauten "Juchhe-Rufen" geführt haben.

Auch wir staunten nich schlecht als zwei Tage lang ununterbrochen dicke Flocken vom Himmel fielen und das Allgäu in die herrliche Winterlandschaft verwandelten, die wir jedes Jahr für Mitte Dezember bestellen. Soll uns das nun erschrecken oder gar traurig stimmen? Nein, sicher nicht! Zum einen liegt es zum Glück nicht in unserer Macht, das Wetter kurzfristig zu bestimmen und zum anderen sollte man sich ja eh angewöhnen, die Dinge positiv zu betrachten und den Moment zu genießen.

Wie sagt man so schön? Des einen Freud, des anderen Leid. Während so mancher Hobbygärtner laut flucht und die Obstbauern am Bodensee um ihre Ernte bangen, zieht es nicht wenige nochmal für einen Kurzurlaub zum Skifahren, Winterwandern und Schlittenfahren in die Berge. Das Höchste meldet beispielsweise am 20. April, die Verlängerung der Rodelsaison am Söllereck. Die Kanzelwandbahn hat noch bis 23.04. geöffnet und am Nebelhorn ist der Skibetrieb sogar bis sage und schreibe 1. Mai 2017 möglich.

Wir raten an dieser Stelle zum Genuss! Und zwar sowohl zum Genuss des traumhaften April-Schnee-Sonneschein-Wetters an diesem Wochenende in Oberstdorf als auch zum Genuss unseres "Dine Around-Arrangements" - 4 Übernachtungen und unglaubliche 4 Restaurants. https://www.das-freiberg.de/arrangements-events/ Von sternemäßig über trendig bis urig regional. Lassen Sie es sich gut gehen und genießen Sie den Augenblick.

...und weil der Frühling sicher schon bald wieder zurück ist, geben wir Ihnen noch eine weitere Bauernregel mit auf den Weg: "Auf Aprilflöckchen folgen Maiglöckchen."

REZEPT AUS DER STERNEKÜCHE - BÄRLAUCHPESTO

Der Bärlauch (Allium ursinum) ist eine Pflanzenart aus der Gattung Allium und somit verwandt mit Schnittlauch, Zwiebel und Knoblauch. . . . so nachzulesen auf Wikipedia. Auch bei uns im Allgäu wächst er. Wenn man durch die erwachende Natur rund um Oberstdorf wandert, liegt jetzt nicht selten sein würziger Duft in der Luft. Am liebsten mag der Bärlauch schattige Laubwälder. Und natürlich findet er auch in der Küche unseres Sternerestaurants Maximilians Beachtung.

Zutaten für 1 Glas (200 ml)

60 g Bärlauch
20 g Petersilie
30 g Pinienkerne
1 Knoblauchzehe
50 g Parmesan
60 g natives Olivenöl
grobes Meersalz nach Bedarf

Bärlauch und Petersilie waschen, trocken tupfen und die Stiele entfernen. Die Kräuter zusammen mit den Pinienkernen und dem Knoblauch im Mörser zerstoßen.

Alternativ im Mixer, Blitzhacker oder mit dem Pürierstab grob zerkleinern. Parmesan reiben und zusammen mit dem Olivenöl unterheben. Zum Schluss nach Bedarf mit Meersalz abschmecken.

Tipp: In ein Weckglas füllen und mit Olivenöl bedecken. Das Glas mit Alufolie umwickeln, dass kein Licht einfällt, so bleibt das Pesto lange haltbar und verfärbt sich nicht.

Bella und Christian

WILE KERLE RÜCKBLICH

Alles ist gut, so lange Du wild bist! Unter diesem Motto haben die Nachwuchsköche hier in unserem Sternerestaurant bereits zum zweiten mal einen Abend bestritten. Kreativ und unkonventionell ging es dabei in unseren 4 Sterne Hotel zu. Und alle Gäste wussten dies zu schätzen.

Ohne Motivation, ohne richtigen „Drive“ bleibt jeder in seinem Beruf früher oder später auf der Strecke. „Wenn wir unseren bestens ausgebildeten Nachwuchs fördern und bei der Stange halten wollen, dann müssen wir ihm auch erlauben, ab und zu die Sau rauszulassen“, sagt dazu einer, der es wissen muss: Unser Küchenchef Tobias Eisele, der auf viele Jahre Erfahrung in der Aus- und Weiterbildung zurückgreifen kann. „Deshalb haben wir im Maximilians das Konzept ‚Wilde Kerle‘ entwickelt.“

„Wilde Kerle“

Dahinter steckt die Idee, den Nachwuchsköchen in regelmäßigen Abständen die Chance zu geben, abseits abgeleckter Teller zu kochen. Will heißen: Man gebe ihnen die Freiheit, eigene Kreationen zu entwickeln, ohne Vorgaben, ohne Limits. Das einzige „Must“: Koche wild! Im Maximilians folgten jetzt die ausgebildeten Köche Marco, Daniel, Kilian, Bella, Sebastian und Christoph zum zweiten mal diesem Ruf. Und waren schon in den Wochen vor dem Event außer Rand und Band.

Und so hat es funktioniert: Jeder der „jungen Wilden“ kreierte, frei nach „The Taste“ als Amuse einen Löffel. Was drauf kommen sollte, blieb jedem der sechs selbst überlassen. „Wir haben bewusst keine Vorgaben gemacht. Auch nicht, was den Preis der Waren anbelangt. Nur beste Qualitätsprodukte, das ist bei uns zwingend. Sternequalität eben.“, sagt Eisele. „Denn nur so fördern wir die Lust am Kochen, den Spaß am Handwerk.“

Daraus haben sich beim „Wilde Kerle“ Event die aufregendsten, teils auch unkonventionellsten Kreationen ergeben.

Basti: Garnele | weiße Linse | Brokkoli | Blutorange
Bella: Dreierlei Käse
Christoph: Roast Beef | Petersilie | Karotte
Daniel: Gerstensuppe
Kilian: Schweinebauch | Rote Bete | Dinkel
Marco: St. Jacobsmuschel | Carbonara

Drei weitere Gänge, eine Vorspeise und zwei Zwischengerichte, kochten die Youngsters im Zweierteam. „Das war die eigentliche Herausforderung“, so Tobias Eisele. „Den kulinarischen Dialog führen zu können, das ist gar nicht so einfach. Ich muss auch darauf achten, dass aus unseren Nachwuchsköchen keine egozentrischen Diven am Herd, sondern kreative Teamplayer werden.“

Christoph & Kilian
Langustine | Bohne | Mandarine | Fregula Sarda | Minze

Bella & Daniel
Mais | Tomate | Petersilie

Basti & Marco
Steinbutt | Blumenkohl | Orange | Skyr

Tobias Eisele ist es wichtig, die jungen Leute nach vorne zu schieben, sie auch einmal „machen zu lassen“, aber im richtigen Moment, wenn die Dinge gegen die Wand zu fahren drohen, auch wieder aufzufangen. „Ohne Fordern keine Entwicklung“, so die Prämisse.

Genauso hielt man es auch bei der Hauptspeise, die beim „Wilde-Kerle-Event“ zur echten Challenge wurde. Der Chef gab einen grob umrissenen Warenkorb vor, mit dem seine Brigade nun völlig frei und kreativ ein Gericht zaubern durfte. Er selbst kochte ebenfalls nach diesem Warenkorb. Die beiden Teller wurden dann den Gästen zeitgleich präsentiert. Wer wohl überzeugte? Das lag im Auge, besser gesagt auf der Zunge des Betrachters.

Wilde Kerle vs. Eisele
Irisches Weiderind | Brokkoli | Hafer | Brombeere | Steckrübe | Kaffee

Das Finale fatale fand in der Küche des Maximilians statt. Dort wurde in lässiger Atmosphäre das Dessert serviert. Die Chance für die Gäste, den jungen Köchen, aber auch dem Grand Seigneur ein paar Küchentricks zu entlocken.

Nicht nur die Hausgäste unseres 4 Sterne Hotels waren begeistert. Auch externe Gäste aus Oberstdorf und aus dem Allgäu hat es super gut gefallen. Fortsetzung folgt, denn „alles ist gut, solange du wild bist“.

HEUTE IN DER FAZ

Was Charlie Chaplin mit Biathlon gemeinsam hat. Hommage an das Ehepaar Eames. Wie Mops Rudolph zum Wohlbefinden unserer Gäste beiträgt. Hier lesen Sie von einem, der Auszug, den Wintersport zu lernen. Stefan Nink in der FAZ über 5 Tage in Oberstdorf . . .

Alles so schön rutschig hier

Schnee war unserem Autor immer suspekt. Bis wir ihn ins Allgäu schickten
07.03.2017, von Stefan Nink

Unser Autor kann nicht Skifahren, kennt Snowboardspins nur von der Playstation, und zum letzten Mal auf einem Schlitten saß er an jenem Wochenende, an dem Rosi Mittermaier in Innsbruck ihr zweites Gold holte (das war im Februar 1976).

Tag 1: Rudolph und das grüne Leuchten

Die Brauen nach oben gezogen, die Stirn ein einziger Faltenwurf, den Blick voll Empathie: So können einen nur Möpse anschauen. Der Rudolph sitzt in meinem Hotelzimmer und ist golden lackiert. Bei der Ankunft hab’ ich ihn für eines dieser Design-Accessoires gehalten, das die Leute vom Hotel irgendwo unterbringen mussten, aber schon bald wusste ich: Die haben den absichtlich in meinem Zimmer plaziert, direkt neben dem Eames Chair. Damit er mir Trost spendet und Mut macht. Mit seiner buddhistischen Gelassenheit. Der Fähigkeit, zuhören zu können und selbst zu schweigen. Und natürlich mit seinem Blick, der signalisiert: Wenn jemand auf Gottes weiter Welt dich versteht - dann bin ich das. Am liebsten hätte ich den Rudolph am Ende mitgenommen. Als meinen Mentalcoach.

Aber jetzt sind wir ja noch ganz am Anfang. Und im Oberstdorfer Langlaufstadion. Es dunkelt schon, die Tannen auf den Berghängen sehen aus wie schraffierte Bleistiftzeichnungen, und hinten am Waldrand könnte man jetzt ein Rudel Rehe beobachten, aber für Naturromantik ist keine Zeit: Wir sollen uns nämlich an Charlie Chaplin erinnern. Meint der Martin, unser Biathlontrainer. Ja, doch: Bi-ath-lon. Die Leute von Oberstdorf Tourismus haben mir ein Programm zusammengestellt, mit allen möglichen Wintersportarten - nur nicht Alpinskifahren. Es beginnt am Ankunftsabend mit Biathlon. Ich hielt das für ein Missverständnis von wegen: keinerlei Skierfahrung, keine Bundeswehr, kein Jagdschein. Die haben aber nur gemeint, sie hätten an einen Schnupperkurs Skispringen gedacht. Und dass ich das mit dem Biathlon schon hinbekommen würde.

Der Martin ist da eher skeptisch, glaube ich. Was vielleicht auch damit zu tun hat, dass die anderen in der Übungsgruppe offenbar alles erfahrene Langläufer sind. Sie tragen hautenge Hosen und flachbauchbetonende Shirts, während ich in meiner aufgebauschten Regenhose und der dicken Daunenjacke phänotypisch eher an einen ferngesteuerten Teletubbie erinnere. Wo ich doch den Charlie Chaplin machen soll! „Watschelgang“, ruft der Martin, was natürlich sehr simpel klingt, mit zwei Skiern an den Füßen aber nicht ist. „Abstoßen! Gleiten!“, ruft der Martin, und alles um mich herum stößt sich ab und gleitet davon in die Nacht, und der Martin kommt zu mir und hilft mir beim Aufstehen.

In den nächsten 17 Minuten soll ich außer Abstoßen und Gleiten noch Stockeinsatz, Dreipunktberührung und Streckhaltung lernen, während ich versuche, beim Vor-mich-hin-Stapfen irgendwie das Gleichgewicht zu halten. Und dann kommt auch noch der Teil mit dem Gewehr. Aus Sicherheitsgründen schießen wir nicht mit Kugeln; die Waffen funktionieren über Laser. Ich lasse mich am ersten Schießstand außen rechts fallen, wobei mir wegen der Skier die Außenbänder an beiden Knien reißen, also fast jedenfalls. Der Martin verschiebt meine Beine, bis es nicht mehr ganz so weh tut. „Atem halten“, ruft er. „Kimme! Korn!“, und ich halte den Atem und ziele und schieße, klackklackklack, und eine halbe Minute später leuchten die fünf grünen Lämpchen auch schon, und der Martin erleidet eine Art Schock. Er hilft mir auf die Beine; zwei Minuten später stehe ich neben ihm. „Wahnsinn“, sagt er, „absoluter Wahnsinn!“ Er schüttelt den Kopf, wahrscheinlich wird ihn das jetzt die ganze Nacht über beschäftigen. Er sieht mich mit einer Art Was-soll-ich-dir-noch-erklären?-Blick an. Halt, eine Kleinigkeit hat er doch noch: Bitte die Stöcke durch die Schlaufen greifen. Dann könne ich die Griffe beim Schwungholen hinten loslassen und so noch viel, viel schneller werden. Er klopft mir auf den Rücken, und ich schwanke und wackele hinaus auf die Runde. Als ich zehn Meter entfernt das nächste Mal hingefallen bin, höre ich, wie ein Techniker dem Martin zuruft, dass der Schießstand außen rechts defekt sei: „Die Trefferlampen leuchten, sobald man abdrückt. Egal, wohin man zielt.“

Tag 2: In die Wildnis!

Der Martin am nächsten Morgen heißt Gerhard, leitet „Schneeschuhwandern für Anfänger“ und ist erst einmal entsetzt: „Wie kann man denn so die Stöcke halten? Sofort die Hände aus den Schlaufen! Höchste Verletzungsgefahr!“ Natürlich bin ich da irritiert, wo ich doch gerade gestern Abend erst gelernt habe, dass . . ., aber der Gerhard unterbricht mich: „Wenn dich eine Lawine erwischt und die Stöcke bleiben an den Händen hängen, reißt dir die Hebelwirkung beide Schultergelenke raus!“ Um Himmels willen! Das möchte ich auf gar keinen Fall, also: weder das mit der Lawine noch das mit den Schultergelenken. Schon gut, meint der Gerhard, es sei sowieso kein Lawinenwetter. Ich nehme die Hände trotzdem aus den Schlaufen. Man weiß ja nie.

Das Tolle beim Schneeschuhwandern ist: Es funktioniert sofort. Man schnallt sich die Schneeschuhe an und läuft los. Krallen unter den Schuhen sorgen dafür, dass man immer festen Halt hat, egal, wohin man tritt. Und weil man auch im Tiefschnee nicht einsinkt, kann man quer durch die Landschaft laufen. Stundenlang hinterlassen wir unsere Spuren auf großen, weißen, einsamen Flächen. Wie still es hier draußen ist! Und wie nah doch die Wildnis sein kann! Kein Haus steht in der Einsamkeit der weißen Schneefelder, kein Weg führt hier hinaus, man kommt sich vor, als entdecke man ein bisher verborgenes Stück Deutschland. Ich erzähle das dem Gerhard, der mich darauf ganz komisch anschaut. Na ja, sagt er, dass hier draußen kein Haus stehe - das liege vor allem daran, dass wir seit Stunden über den Golfplatz von Oberstdorf wandern würden. Da würde eben nicht so viel gebaut.

Tag 3: Life on the fast lane

Heute morgen hat die Hotelchefin mir erklärt, dass sie den Rudolph beinahe überhaupt nicht ins Zimmer gelassen hätten, als sie das Hotel kürzlich umgebaut haben. Ästhetische Bedenken hätten sie gehabt. Ich sage ihr, dass ich das absolut nicht nachvollziehen könne und dass ich froh sei, wenn mich der Rudolph abends begrüße. Dann wünschen mir alle wieder Glück. Das machen sie jeden Morgen an der Rezeption, offenbar sind sie etwas besorgt über mein Crash-Test-Dummy-Programm. Dabei müssen sie sich gerade überhaupt keine Sorgen machen: Heute ist eine Art Regenerationstag, mehr als eine Gondelfahrt hinauf aufs Nebelhorn ist nicht vorgesehen. Von der Zusatzoption im Programm wissen sie nichts: „Ab der Station Seealpe besteht die Möglichkeit, zurück nach Oberstdorf zu rodeln.“

Leider muss ich feststellen, dass die Schlitten von heute mit den Schlitten von früher ungefähr genauso viel Ähnlichkeit haben wie ein iPhone 7 mit dem legendären Wählscheibentelefon FeTAp 611-2a Ocker aus den Siebzigern. Auf der Rodelbahn nehme ich auf einem Etwas aus Plastik in Warnorange Platz und klammere mich an den Stab, der zwischen meinen Beinen aufragt und der dem Zipfelbob seinen Namen gegeben hat. Da möchte man gar nicht weiter drüber nachdenken. Wozu sowieso keine Zeit ist, weil ich vier Sekunden später bereits eine gefühlte Geschwindigkeit von 43 Kilometer pro Stunde erreicht habe. So einen Zipfelbob lenkt man durch Gewichtsverlagerung; gebremst wird mit den Hacken. Oder, indem man ganz fest am Zipfel zieht und dadurch das Heck nach unten drückt. Was meine Schussfahrt leider nur sehr unwesentlich verlangsamt. Und dann gibt es auch noch kleine Hubbel, über die man fliegt, und irgendwann steht da ein „Extrem steil!“Warnschild, das unerfahrenen Rodlern den sofortigen Abstieg empfiehlt, aber das wäre ja noch schöner. Am Ende der Bahn muss ich dann derart bremsen, dass ein Schwall Eismatsch von meinen Füßen anhebt und mich von oben bis unten eindeckt. Zum Glück springen die Fußgänger schnell genug zur Seite. Auf die hätte ich nun wirklich keine Rücksicht mehr nehmen können.

Tag 4: Es stieg ein Engel vom Olymp

Heute soll mir der Derek das Langlaufen beibringen. Der Derek stammt aus Australien, wo er früher in der Nationalmannschaft war. Dabei denkt man immer, die würden da nur surfen! Aber gut, Costa Cordalis ist auch mal bei einer Langlauf-WM für Griechenland gestartet, da passt das schon. Derek erklärt zuerst einmal, dass neunzig Prozent aller angeblichen Langläufer gar nicht langliefen, sondern mit Skiern an den Füßen spazieren gingen - und so solle ich auf gar keinen Fall einmal enden. Also üben wir. Und üben. Und üben. Gegen Mittag bin ich so weit, dass ich auch über längere Passagen in der Spur bleibe, ganz fabelhaft läuft das mit mir und dem Langlaufen. Sogar die Hügel komme ich hinauf, die flachen zumindest, bloß beim Hinunterfahren stellen sich meine Skispitzen immer wieder über Kreuz, mit den üblichen Folgen. Dafür kann ich den Refrain von „Es stieg ein Engel vom Olymp“ besser als Costa Cordalis singen. Und der Derek kennt den noch nicht einmal.

Im Hotelzimmer sieht mich der Rudolph frühnachmittags an, als wisse er Dinge, von denen ich keine Ahnung habe. Ich tätschele ihn und setze mich. Gepriesen sei das Ehepaar Eames für diesen Sessel, gepriesen! Plötzlich ist es dann stockdunkel, was für neun Uhr an einem Winterabend nicht wirklich erstaunlich ist. Sehr überraschend allerdings ist die Tatsache, dass ich überhaupt nicht aufstehen kann: Irgendeine unsichtbare Kraft drückt mich nach unten. Ich beschließe, einfach liegen zu bleiben. Der Rudolph schaut mich mitleidsvoll an. Seine goldene Farbe reflektiert das Licht des Mondes, der durch die Balkontür leuchtet.

Tag 5: Der Elf

Ich glaube, dass ich ernsthaft verletzt bin, vermutlich etwas am zentralen Nervensystem. Es gelingt mir nur mit Mühe, simple Befehle wie „Geh jetzt die Treppe hinauf“ aus dem Hirn an die Beine durchzustecken. Von den Ganzkörperschmerzen mal abgesehen. Dabei soll ich heute eigentlich die Wintersportgeräte der Zukunft ausprobieren. Im Funpark, oben auf der Seealpe. Ich will nicht. Ich will nur noch in meinen Eames Chair.

Und jetzt spulen wir die Uhr mal flugs 6:47 Stunden vor. Ich bin zurück, kann mich nach wie vor kaum bewegen, habe aber ein derartiges Grinsen im Gesicht, dass der Rudolph ganz misstrauisch schaut. Ich erzähle ihm schnell alles: Wie ich anfangs entsetzt war, als man mich auf ein mickriges Gerät namens Skiböckerl setzte, das offensichtlich für Zweijährige konzipiert wurde - und mit dem ich dann mehrmals unfallfrei den Hang hinunterkam, ohne an einem Baum zu zerschellen. Was mir auch auf dem Snowbike gelang, einer Art Fahrrad auf Kufen. Und als ich dann den Snowscoot entdeckte: Liebe auf den ersten Blick. Der Snowscoot ist eine Kreuzung aus BMX-Rad und Snowboard, mit dem man in eleganten Kurven auf blauen Pisten Richtung Tal wedelt. Und aus dem Teletubbie wurde ein graziler Elf, rufe ich, das hättest du sehen sollen, der Snowscoot und ich, mein lieber Rudolph - wir sind füreinander gemacht, das steht fest. Er sieht mich an, als würde ich ihm etwas verschweigen, aber das mit den spektakulären Stürzen aus dem Schlepplift muss er ja nicht wissen. Stattdessen lasse ich mich in den Sessel fallen und bestelle so ein Wundergerät. Die Lieferzeit beträgt sechs Wochen, aber das macht nix. Wenn das Paket kommt, sind es nur noch acht oder neun Monate bis zu meinem nächsten Schneewinter.

Max Bolkart

SKIFLIEGEN IN OBERSTDORF

Völlig klar, dass wir bei uns im Romantik Hotel Freiberg das Weltcup-Skifliegen ganz besonders verfolgt haben. Dafür sorgt schon unsere hauseigene Legende Max Bolkart: Opa, Vater, Schwiegervater.

Für Skifahrer bot Oberstdorf immer schon allerbeste Voraussetzungen. Deshalb wollte Max Bolkart eigentlich alpine Skirennen fahren. Dafür aber war er viel zu schmächtig. Erst Toni Brutscher brachte ihn, zu damaligen Zeiten noch ohne BMI (Body-Mass-Index), zum Skispringen. Er war neben Sepp Weiler und Heini Klopfer auch sein großes Vorbild.

Bald stellten sich die ersten Erfolge ein. Zwischen 1953 und 1964 war Max Bolkart ständiger Teilnehmer an den Deutschen Meisterschaften und konnte 4 nationale Meistertitel erringen. Dreimal nahm er an Olympischen Spielen Teil und verpasste 1956 in Cortina mit dem undankbaren Vierten knapp die Bronzemedaille. 1960 in Squaw Valley wurde er immerhin sechster.

An zwölf Skiflugwettbewerben nahm Max Bolkart teil. Seine größte Weite erreichte er, mit Pluderhose und Pudelmütze, mit 139 Metern. In Oberstdorf.

Höhepunkt seiner Laufbahn war der Gesamtsieg der Vierschanzentournee 1959/1960. Souverän gewann er in Oberstdorf, Garmisch und Innsbruck. Nur in Bischofshofen war ihm der Sieg nicht gegönnt. Dennoch war er der erste westdeutsche Gesamtsieger in diesem Wettkampf. Und die Zuschauer waren stolz auf den Oberstdorfer; der es geschafft hatte, die Tournee-Siegesserie des dominierenden DDR-Springers Recknagel zu unterbrechen.

Heute ist Max Bolkart bei uns im 4 Sterne Hotel Freiberg in Oberstdorf anzutreffen. Und im Kaminzimmer unseres Romantik Hotels stehen seine Pokale. Nur schade, dass es den Schnellkochtopf nicht mehr gibt, den Max Bolkart für den Gesamtsieg der Vierschanzentournee gewonnen hat. Für ein Gourmethotel wie das Freiberg, wäre er sicher eine Bereicherung gewesen;-)

Nonnenfuerzle

HIMMLISCHE WINDE IN OBERSTDORF

Schon mal was von Nonnenfürzle gehört? Nein, die sind weder peinlich noch unschicklich. Auch nicht in einem 4 Sterne Hotel. Dafür sind sie aber richtig lecker. Es handelt sich um ein Brandteiggebäck, das bei uns im Allgäu sehr beliebt ist. Probieren Sie es doch einfach aus:

Zutaten (für 4 Personen)

  • 60 g Butter
  • 60 g Mehl
  • 40 g Zucker
  • 1 Prise Salz
  • 125 g Milch
  • ¼ Vanillestange
  • 2 Eigelb
  • 2 ganze Eier
  • Zimtzucker
  • Pflanzenfett oder Butterschmalz zum ausbackenAusgeschabtes

Vanillemark mit Butter, Zucker, Salz und Milch in einen Topf geben und zum Kochen bringen. Nach dem Aufwallen den Topf vom Herd nehmen. Das Mehl auf einmal dazugeben und mit einem Holzlöffel kräftig untermischen. Den Topf wieder auf den Herd stellen und bei schwacher Hitze so lange rühren, bis sich am Topfboden eine weiße Schicht gebildet hat.

Den Topf wieder vom Herd nehmen und die Eier und Eigelb nacheinander gründlich unter den Teig rühren. Abkühlen lassen.

Vom Teig mit einem Teelöffel kleine Nocken abstechen und schwimmend im siedenden Fett goldgelb ausbacken. Auf Küchenkrepp abtropfen lassen, in Zimtzucker wälzen und sofort servieren.

Tipp: Mit Weinschaumsauce und Vanille-Eis ein himmlisches Vergnügen.

Lesedauer 5 Minuten